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7.2. - 6.3.2006
WENN DER SANDMANN KOMMT
Berlin 2001 - Topographische Ansichtskarten von Andreas Burger
„ Wüste: nennt man einen großen, gewöhnlich ebenen Landstrich, welcher infolge großer Armuth oder völligen Mangels an Wasser allen Pflanzenwuchses entbehrt und daher unbewohnbar ist. Das Durchziehen solcher Wüste ist nur durch Karavanen zu ermöglichen und stets ein großes Wagniß, theils wegen der verheerenden Staub- und Sandsaülen, welche den Wasserhosen des Ocean gleich, der Wind aufwirbelt und vor sich hertreibt, theils wegen der alles auszehrenden Winde selbst und der unglaublich verdünnten Atmosphäre, welche die dürren Flächen bedeckt und bei Europäern nicht selten Schlagflüsse herbeiführt, theils wegen des Mangels an Schatten, an Schutz gegen die sengende Gluthitze des Sonnenstrahls am Tage und gegen die oft empfindliche Kälte der Nächte, theils wegen der Gefahr der Abirrung von dem Karavanenwege, die durch Verschüttung seiner Spuren oder durch das sinnberückende Trugbild der Luftspiegelung oder Fata-Morgana veranlasst werden kann, theils wegen der Seltenheit der Quellen und Oasen. Zwar sind hier und da Brunnen angelegt, versiegen diese aber, oder werden sie vom Sande verschüttet, so sind Menschen und Thiere rettungslos verloren. Die Völker welche die Wüste umwohnen oder ihre Oasen in Besitz genommen, sind Handelsleute oder Räuber, je nach der Stufe ihrer geistigen Ausbildung.““
Brockhaus Conversationslexikon, Leipzig 1868, Band 15, Seite 611
Andreas Burger, geboren 1967 in Meran/Italien, lebt seit 2001 in Berlin. Die Serie „Wenn der Sandmann kommt“ besteht aus sieben Ansichtskarten je 150 X 110 mm






