29.7. - 18.8.2008
In der Oberfläche
Esther Cole

"Die Tiefe muß man verstecken. Wo? An der Oberfläche."
Hugo von Hofmannsthal
Als Kind war die Welt für uns einfach so, wie wir sie gesehen haben.
Die Wahrheit auf so unverklärte Art und Weise zu finden, haben wir verlernt.
Wir besitzen den zwanghaften Drang Äußeres von Innerem, Sichtbares von Unsichtbarem und Faktisches von Phantastischem zu trennen. Es existiert eine Trennung zwischen Oberfläche und Tiefe bei der wir stets bemüht sind, unter die Oberfläche zu tauchen.
Vielleicht aber ist es nicht die Oberfläche, die zur Findung des Wesentliches unzulänglich ist, sondern die Art und Weise, wie wir sie betrachten.
In dieser Auseinandersetzung dienen der Künstlerin die Wassermassen als Metapher für das menschliche Innere. Die Wesentliche. Unsere Gedanken und Gefühle. So wie das Innere, befindet sich das Wasser in verschiedene Umgebungen mit verschiedenen Tiefen, Langlebigkeiten und Bewegungen.
In der Oberfläche, trifft die elementare organische Eigenschaft des Wassers sich mit der als rational erkannte äußere Welt. Die Schönheit des Moments liegt weder in dem einem noch in dem anderen, sondern in der Spannung zwischen die Beiden. Hier sehen wir eine Oberfläche mit neuen Augen, und schaffen Raum für die Erkenntnis.

Esther Cole
geboren 1982 und aufgewachsen in Brisbane, Australien. Es ist kein Wunder, dass diese Künstlerin die Welt quasi andersherum sieht. Esther Cole hat von 2001-2004 Kommunikationsdesign studiert, und hat während dessen mit Fotografie angefangen Dinge zu beschreiben die über Design nicht kommunizierbar sind. Von 2005-2007 hat sie in Brisbane als professionelle Fotografin und Designerin gearbeitet und machte Ende 2007 den Schritt mit einem Koffer und einem Haufen Ideen nach Berlin zu kommen.
Ihre aufgeweckten Augen und einzigartige Sichtweise hat sie auch mitgebracht und diese präsentiert sie zum ersten Mal in Berlin mit der Ausstellung „In der Oberfläche“ in der Galerie Kunstschwimmer.
